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Design After Work bei sum.cumo als monatliches Event

Design after Work bei sum.cumo - ein etabliertes Format

Tobi (Schmid) ist UX Designer bei sum.cumo in Hamburg und kümmert sich seit einiger Zeit verstärkt um die Themen Culture, Teambuilding und Knowledge Transfer bzw. Inspiration. Daraus entwickelte sich ein mittlerweile fest etabliertes Format, das monatliche Design Afterwork (DAW). Hier im Gespräch berichtet er über die Idee, die Redner und die Ziele.

Was kann man sich unter dem Format “Design Afterwork” vorstellen?

Als vor ein paar Jahren das sum.cumo Design-Team in unseren interdisziplinären Kundenteams aufgegangen ist, wollten wir uns als Fachbereich UX und UI Design weiterhin regelmäßig treffen und austauschen. So ist unser Design Afterwork entstanden: ein interner Team-Abend mit Talks in lockerer Runde, dazu Getränke und Snacks. Ursprünglich war der Gedanke, dass jede bzw. jeder in Rotation ein Thema vorstellt – mittlerweile versuche ich aber immer, einen Gast einzuladen, den wir interessant finden und kombinieren das mit den Talks aus dem Team.

Mit welchen Themen beschäftigt ihr euch an diesem Abend?

Im Grunde mit allem, was im weitesten Sinne mit unserer Arbeit zu tun hat. Mit Themen, die uns direkt oder indirekt weiterbringen oder uns in irgendeiner Form inspirieren.

Neben alltäglichen Themen aus dem Kontext User Research/Analytics, UX (Writing), UI Design/Branding und Produktentwicklung haben wir auch weitergefasste und persönlichere Themen wie Hobbies, Reise- oder Konferenzberichte – eben alles, wovon man in irgendeiner Weise etwas mitnehmen kann. Davon einige Highlights: Wir hörten schon einen Bericht über User Research in Osttimor, haben eine thematisch passende Ausstellung in Hamburg besucht oder gehen auch einfach mal Kanufahren. Ich persönlich mag die Themen am liebsten, die mir eher auf einer Meta-Ebene Erkenntnisse bringen und inhaltlich vermeintlich nichts mit unserer Arbeit zu tun haben.

Welche Ziele habt ihr mit dem DAW im Blick?

Es ist eine schöne Mischung aus gemeinsam Spaß haben, "Teambuilding" und Inspiration oder "Fortbildung". Mal davon abgesehen, dass es einfach immer eine nette Runde ist, die sonst selten zusammen kommt – unsere Düsseldorfer Kolleginnen und Kollegen kommen für diesen Abend auch nach Hamburg: Wir lernen uns alle besser kennen, diskutieren und lassen uns inspirieren. Und das oftmals mit Themen abseits unseres Arbeitsalltags. Oder wir beschäftigen uns mit Themen und Problemen, für die andere bereits eine Lösung gefunden haben. Ein schöner Nebeneffekt: Kolleginnen und Kollegen haben dort die Möglichkeit, sich als Speaker auszuprobieren bzw. die eigene Präsentationssicherheit auszubauen und direktes Feedback zu bekommen. Teilweise wurden aus Gästen sogar Crewmitglieder.

Wir konnten über das DAW auch schon Kooperationen mit Fachexpertinnen und -experten und Dienstleistungsunternehmen anbahnen und wertvolle Insights gewinnen. Die Inhalte aus den Talks bauen wir auch mal weiter aus und entwickeln daraus regelmäßige Formate – so ist z. B. unsere Variante des User Feedback Days entstanden. Aus einem kleinen Talk wird auch mal ein ausführlicher Workshop, wenn das Interesse entsprechend groß ist.

Kannst du einen Überblick über die bisherigen Themen geben?

Unser Fokus liegt ganz klar auf Themen, die aus dem Team heraus kommen. Das können mehr oder weniger vorbereitete Lightning Talks sein, in denen es um ganz aktuelle Themen und Gedanken geht oder die eine Diskussion anregen sollen. Es haben schon Mitglieder unserer Crew darüber gesprochen,

  • ob eine Pattern Library auch ohne Atomic design funktioniert,
  • wie Kindern frühzeitig Coding nähergebracht werden kann und wie so etwas finanziert werde könnte,
  • wie Landingpages mit einer hohen Conversion aussehen sollten,
  • wie ein komponentengetriebener Entwicklungsprozess aussieht,
  • was UX Writing und dessen ROI ist,
  • was Schönheit ausmacht,
  • welche Analytics-Tools es gibt und wie diese funktionieren,
  • welche Herausforderungen es heutzutage für Mitarbeiter und Unternehmen gibt,
  • was man durch Straßenmusik lernen kann,
  • was Graffiti mit Design zu tun hat,
  • welche Erfahrungen wir mit Google Design Sprints gemacht haben,
  • was die Prinzipien von UI Animationen sind.

Wir haben aber irgendwann festgestellt, dass es total viele Menschen gibt, die sich mit für uns relevanten Themen beschäftigen und versuchen, diese dann einzuladen. Von externen Gästen haben wir mitbekommen,

  • welche Erkenntnisse eine freiberufliche Illustratorin aus ihrem Instagram-Account für ihre Arbeit ziehen kann,
  • wie man Behavioral Design Patterns bewusst wahrnehmen kann,
  • wie eine freiberufliche Autorin und Illustratorin ihr Schlafbedürfnis mit Arbeiten kombiniert,
  • wie man über User Testings nahe am Nutzer bleiben kann,
  • was UX mit Marke zu tun hat,
  • welchen Wert UI-Animationen haben,
  • wie User Research am Ende der Welt funktioniert,
  • wie man UX in Teams ohne UX Designer etablieren kann.

Wie kommt ihr zu euren Themen und Gästen?

Oft ergeben sich Themen, weil sich jemand im Team aktuell mit irgendetwas beschäftigt oder aber über Tipps oder Kontakte. Ich schaue mir ganz viele Themen nebenher an und habe große Freude daran, mich einfach auf verschieden Ebenen damit auseinander zu setzen. Deshalb bekomme ich aktuelle Themen häufig ganz zufällig mit, teilweise muss ich ein wenig nach spannenden Talks und Menschen suchen – meistens weiß ich einfach, wo ich fündig werde. Es gibt natürlich auch Themen wie User Research und UX Writing. Diese kommen aktuell häufiger zur Sprache, weil sie extrem relevant für uns und die gesamte Branche sind. Es gibt auch schon einen Programmpunkt für den September: Dann wird es z. B. darum gehen, wie man für ein Unternehmen am leichtesten die passende Tone of Voice finden kann.

Aktuelle Jobangebote auch im Bereich UX und UI Design bei uns finden sich hier.

Vielen Dank an Irene Schuler für das Foto.


Autor Zum Autor
Julia Gebauer
Julia
Gebauer
#ux Julia begann im Mai 2017 als Senior Copywriter bei sum.cumo. Mittlerweile ist sie als UX Writer Teil des UX-Teams und schreibt Texte für die digitalen Produkte von sum.cumo und der Kunden. Ihr Ziel ist es, die Nutzung dieser Produkte mit klarer Sprache so einfach und verständlich wie möglich zu gestalten und eine Art menschlichen Dialog entstehen zu lassen. Julia ist projekt- und kundenübergreifend tätig und kümmert sich auch jenseits der Web-Anwendungen um Content, Text, Worte und Sprache bei sum.cumo. Vor ihrer Zeit als UX Writer in Hamburg war Julia in der Marketing-Kommunikation verschiedener Unternehmen unterwegs: Nach dem Studium der Literaturwissenschaften in Deutschland und Italien arbeitete sie mehrere Jahre für das Portal outdooractive.com und das Logistikunternehmen Dachser, bevor sie in die Sportartikelbranche zu Ortovox und schließlich zu sum.cumo wechselte. Julia schätzt ihre Arbeit bei sum.cumo, da der persönliche Umgang miteinander "wirklich einzigartig ist" und sie ihre vielfältigen Interessen und Talente voll entfalten und einbringen kann. Außerdem weiß sie das selbstbestimmte Arbeiten und eine gelungene Work-Life-Balance zu schätzen. 
 Die ist ihr vor allem deshalb so wichtig, da sie mittlerweile als remote Kollegin wieder in den bayerischen Voralpen lebt und dort jede freie Minute in den Bergen oder an den Seen verbringt. Mit Outdoor-Sport und in der Natur lädt sie ihre Batterien wieder auf, ansonsten liebt sie das Meer und surft, fotografiert oder liest ein gutes Buch. 
In ihrer Freizeit schreibt Julia für ein Bergsport-Portal und veröffentlicht ihre Reisefotos auf juliagebauer.com. Alle Artikel von Julia