#digitalisierung

Mit nachhaltiger Neuausrichtung im neuen Normal zum besten Arbeitgeber Deutschlands werden

Es gibt kaum ein Unternehmen, das durch Covid-19 und die Auswirkungen der Pandemie nicht mit großen Herausforderungen konfrontiert worden ist. Was sich Anfang 2020 zunächst zaghaft ankündigte, überrollte uns innerhalb weniger Wochen mit einer gewaltigen Wucht – verwaiste Büros, leere Straßen und Restaurants, Unsicherheit und Ängste bei den Menschen. Von einem Tag auf den anderen mussten wir alles neu organisieren – unseren Arbeitsalltag, Meetings, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Das neue Normal proaktiv mitgestalten

Wie jedes andere Unternehmen auch, standen wir im Frühjahr vor einem Scheideweg – nur passiv auf die Schnelllebigkeit der Veränderungen reagieren oder das neue Normal proaktiv mitgestalten?

Wir haben uns bewusst für Letzteres entschieden und beschlossen, dass wir nicht nur eine vorübergehende Lösung für die Pandemie und den Lockdown schaffen, sondern die akute Situation mit langfristigen Markttendenzen rund um moderne kollaborative Arbeitsweisen zu kombinieren und einen vorwärts gerichteten Veränderungsprozess anzustoßen, der unsere gesamte Unternehmenskultur beeinflusst.

Als Teil der digitalen Wirtschaft waren zumindest die Hardwareausstattung und digitale Tools kein Problem für uns. Doch wir haben schnell erkannt, dass sich die Herausforderungen nicht einfach nur mit ein paar zusätzlichen Laptops und Webcams lösen lassen und ein nachhaltiger Veränderungsprozess tiefer gehen muss. Aus diesem Grund haben wir nach der initialen technischen Ausstattung unsere Kolleg:innen in ihren Homeoffices einen neuen Fokus auf unsere Meetingkultur gelegt, schließlich sogar einen Remote-First-Ansatz in unsere Unternehmensstrategie aufgenommen. Dies bedeutet, dass wir uns die Pflicht auferlegen, zuerst an unsere Kolleg:innen und Kunden im Homeoffice oder an anderen Standorten zu denken. Ein Meeting beginnt zukünftig nicht mehr mit der Einrichtung des Video- und Audio-Equipments, während die Bürokollegen schon einmal mit dem Austausch beginnen, sondern startet gut vorbereitet und pünktlich für alle Teilnehmer gleichermaßen. Projektinhalte und Dokumentation sind für jeden im gleichen Umfang verfügbar. Post-Its können auch virtuell geklebt werden, für den Austausch von Ideen kann auch der Bildschirm als Whiteboard dienen. Um dies möglich zu machen, entwickeln wir neue Standards im Projektablauf und investieren in Tools und Hardware in unseren Büros und bei unseren Kolleg:innen zuhause.

Digitale Lösungen für alle Bereiche

Und auch weitere Geschäftsprozesse mussten wir neu denken. Vertriebs- und Marketingformate haben wir mit digitalen Lösungen gestaltet und so beispielsweise ein Webinar zum Launch unseres neuen Produktes “SCIP-Sales” für die Versicherungsbranche durchgeführt und unsere Kollaborationen mit externen Partnern auch in der Remote-Phase durch eine Insurtech-Studie mit der Hamburg School of Business Administration weiter ausgebaut. Wir haben sum.talk erfolgreich gestartet, eine Podcast-Reihe und Plattform, über die wir uns mit Branchenexperten zu Digitalisierungsthemen und aktuellen Herausforderungen austauschen.

Das Arbeiten aus dem Homeoffice heraus und unsere neuen Lösungen haben sehr gut funktioniert. Meetings wurden pünktlicher und effizienter. Besprechungen und Arbeitsergebnisse wurden gemeinsam dokumentiert. Alle Projekt-Formate in der agilen Zusammenarbeit mit unseren Kunden und Partnern konnten erfolgreich abgebildet werden. Wir konnten uns auf die Erreichbarkeit der Kolleg:innen verlassen und die Teams und jeder Einzelne hat seinen Beitrag verantwortungsvoll und verlässlich geleistet. Durch wegfallende Reisezeiten und eine Umstellung auf virtuelle Events und Treffen, konnten wir unsere Effizienz steigern und somit auch die Marge erhöhen.

Auch das soziale Miteinander neu ausrichten

Doch wir haben in diesem Jahr vor allem eines gelernt: In unsere Mitarbeiter:innen zu investieren. Denn eine gute Zusammenarbeit in schwierigen Zeiten klappt nur mit einer Unternehmenskultur, in der sich die Mitarbeiter:innen wohlfühlen, sich gegenseitig unterstützen und nicht das Gefühl haben, mit ihren aktuellen Problemen alleine gelassen zu werden. Aus diesem Grund haben wir genau so großen Wert daraufgelegt, nicht nur Arbeitsprozesse digital abzubilden, sondern auch das soziale Miteinander neu zu gestalten. Statt in unseren Büros fanden Sportangebote auch weiterhin statt, bloß auf der eigenen Yogamatte im Homeoffice. Für den Nachwuchs haben wir einen virtuellen sum.cumo Kidsclub eingerichtet und zusätzliche familienfreundliche Events wie zum Beispiel das gemeinsame Basteln von Lebkuchenhäusern umgesetzt. Teamevents wurden in neuen Formaten gedacht – von einem virtuellen Gin-Tasting bis hin zu unserer remote Weihnachtsfeier mit eigenem Filmset und aufwendigem Catering zu jedem unserer Kolleg:innen an die Haustür.

Gemeinsam weiterentwickeln

Die Krise hat uns digital näher zusammenrücken lassen und dieses Jahr hat uns noch deutlicher gezeigt, dass wir einander suchen, Zeit investieren und After-Work auch digital funktionieren kann. Das spiegelt sich auch in einer Auszeichnung wider, über die wir uns dieses Jahr ganz besonders freuen – nachdem wir Mitte letzten Jahres den Best Workplace Award von kununu erhalten haben, wurden wir kurz vor Jahresende damit überrascht, dass wir es für 2020 auf dem ersten Platz als bester Arbeitgeber 2020 geschafft haben!

Auch für 2021 nehmen wir uns vor, Herausforderungen weiterhin frühzeitig zu erkennen und proaktiv zu gestalten. Wir haben uns als Unternehmen dafür so ausgerichtet, dass wir auch nächstes Jahr gut aufgestellt sind. Zwar stehen wir gleich zu Beginn von 2021 vor der Herausforderung, dass sehr viele Mitarbeiter:innen noch Resturlaub aus diesem Jahr mitnehmen, doch sicherlich fällt uns auch dafür eine schlaue Lösung ein – und seien es VR-Brillen und ein Cocktailpaket für das Karibik-Feeling zu Hause!

Dieser Beitrag ist als Gastbeitrag bei 25r, einer Website rund um Digitalisierung und das Leben und Arbeiten von morgen, erschienen.


Autor:in Zum/Zur Autor:in
Björn Freter
Björn
Freter
#management Björn hat sum.cumo 2010 gegründet und ist einer der zwei Geschäftsführer. Er widmet sich hauptsächlich der strategischen Entwicklung des Unternehmens und der Begleitung der Partner bei Aufbau und Betrieb ihrer digitalen Geschäftsmodelle. Vor sum.cumo machte Björn seit 1996 in der Internet-Industrie Karriere (u.a. als Geschäftsleitung und Vorstand in internationalen Online-Agenturen). Große Versicherungs- und Lotterieprojekte betreut er seit 2006. Björn ist überzeugt davon, „dass sum.cumo mit seinem aktuell einzigartigen Angebot die Zielmärkte nachhaltig beeinflussen kann.“ Der ständige Veränderungs- und Wachstumsprozess der letzten Jahre wird ihn auch in Zukunft antreiben. Die Verbindung von Design und Technologie begeistert Björn nicht nur im Kontext von sum.cumo, sondern spiegelt sich auch in vielen seiner privaten Interessen wieder. Björn gab bereits zahlreiche Interviews, darunter unter anderem bei [Deutschen Startups](https://www.deutsche-startups.de/2019/03/26/startup-noch-gekuendigt/), einige Male beim [Versicherungsboten](https://www.versicherungsbote.de/id/4874004/Versicherungsmakler-Digitalisierung-Interview-Freter/), bei der [Versicherungspraxis24](https://www.versicherungspraxis24.de/wissenspool/?user_nvurlapi_pi1%5Bdid%5D=8211560&src=search&cHash=fa910785ce), zum [Podcast](https://www.sumcumo.com/unternehmen/bjoern-zu-Gast-im-Podcast), sowie bei der [Zeitschrift für Versicherungswesen](https://www.sumcumo.com/unternehmen/interview-zeitschrift-fuer-versicherungswesen). Alle Artikel von Björn